Mein Blog – Fotos für`s Liebhaberauge

Im Internet auf die Suche nach liebevoll gestalteten Blogs zu gehen, die leckere Koch-Tipps, hilfreiche Heimwerker- oder Fotografie-Tutorials versprechen, kann richtig Spaß machen. Schon Goethe hatte es erkannt, als er schrieb: „Schönheit ist überall ein gar willkommener Gast“. Und genau das ist das Stichwort: Schönheit. Das Visuelle im Allgemeinen und gute Fotos im Speziellen sind ein großes Kriterium dafür, ob Blogs ansprechend sind oder nicht. Mit einigen einfachen Tipps und Tricks können Sie sicher gehen, dass Ihr Blog aufgrund toller Fotos auf jeden Fall die Klicks bekommt, die er verdient.

Einen Blog zu betreiben, ist heutzutage kein Problem mehr. Dank kostenloser oder preisgünstiger Content Management Systeme wie WordPress, Jimdo oder Google-Blogger kann mittlerweile jeder Mensch seinen eigenen Blog erstellen. Gefüllt mit Themen, die Mann oder Frau besonders interessieren, bewegen oder faszinieren, sind Blogs eine beliebte Möglichkeit, sich im WorldWideWeb zu präsentieren, positionieren, auszutauschen und zu vernetzen. Dabei ist natürlich der Inhalt („Content“) maßgeblich, allerdings sollte nicht vergessen werden, dass die Vielzahl an Angeboten den eigenen Beitrag gern einmal verschluckt. Nur die interessantesten, innovativsten und hübschesten Blogs können ihre Community stetig ausbauen und sich im Netz-Dschungel behaupten. Vielleicht kennen Sie es selbst, dass meist die ersten Sekunden darüber entscheiden, ob Sie eine Website ansprechend finden, weiterhin auf ihr verweilen und stöbern oder Ihnen alles viel zu unübersichtlich erscheint, dem Thema nicht angemessen oder im schlimmsten Fall langweilig. Der visuelle Eindruck kann in einem Bruchteil einer Sekunde vom Auge aufgenommen, vom Gehirn verarbeitet werden und auf unsere Entscheidungen einwirken. Und genau deshalb ist der erste Eindruck, quasi „die Liebe auf den ersten Blick“ das Kriterium schlechthin, wenn Sie mit Ihrem Blog überzeugen wollen. Gute Fotos sind entscheidend für die Beliebtheit Ihres Blogs.
Für die Auswahl Ihrer Blog-Fotos können Sie grundsätzlich immer auch auf Online-Fotoportale zurückgreifen, hierzu haben wir vor einigen Wochen bereits einen Beitrag erstellt, den Sie hier nachlesen können. Heute wollen wir uns allerdings mit selbst gestalteten Fotografien beschäftigen. Diese sind einfach viel persönlicher, Sie können selbst bestimmen, welches Motiv Sie wie auf dem Foto abbilden wollen, und außerdem müssen Sie sich dann nie wieder Gedanken darüber machen, welche Lizenzvorgaben Sie beachten müssen. Und das beste von allem: Es ist wirklich gar nicht schwer.

Cold watermelon smoothies with lime and mint

So sieht ein lecker inszenierter Sommer-Drink aus.

Technisches:

Eine gute Nachricht gibt es schon einmal vorweg: Die Annahme, dass sich nur mit teurem Kameraequipment gute Fotos erzielen lassen, ist eine Mär. Ob Smartphone, Kompaktkamera oder Spiegelreflex, alle Modelle haben ihr Für und Wider, können aber durchweg bei richtiger Anwendung visuell ansprechende Fotos erzielen. Wichtig ist allerdings eine sorgfältige Vorbereitung Ihres Fotoshootings. So unterschiedlich wie die zahlreichen Blog-Genres sind, können nämlich auch die Kameraeinstellungen sein. Befassen Sie sich ausführlich mit den Funktionen Ihres Geräts. Wenn Sie einen Food-Blog betreiben, auf dem Sie zubereitete Lebensmittel vorstellen, lohnt sich die eingehende Beschäftigung mit den Makroeinstellungen bzw. -objektiven oder Nahlinsen. Sowieso immer eine Überlegung wert ist die Brennweite. Diese hängt natürlich von den eigenen Vorlieben und dem Motiv ab. Während sich viele professionelle Fotografen über die Jahre für eine feste Brennweite entscheiden und jedem Foto damit eine eigene Signatur geben, greifen weniger erfahrene Fotoliebhaber zu variablen Brennweiten (Zoom-Objektive), die nicht unbedingt weniger gute Ergebnisse erzielen. Auch die Blendeneinstellungen gehören zum Grundwissen, welche bei gewissenhafter Vorprogrammierung und Handhabe Ihre Fotos in besserem Licht erstrahlen lassen. Gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen und der damit verbundenen höheren Belichtungszeit sollte immer ein Stativ eingeplant werden, damit das Foto am Ende nicht verwackelt erscheint.

Fotostudio

Diffuses Licht und Hohlkehle helfen Ihnen bei einer perfekten Präsentation Ihrer Blog-Inhalte.

Licht:

Schöne Fotos für Ihren Blog sehen noch schöner aus, wenn sie bei Tageslicht fotografiert sind, da sind sich die meisten Fotografen einig. Warum Licht künstlich erzeugen, wenn die Natur warmes, weiches Licht kostenlos zur Verfügung stellt? Allerdings sollten Sie bei direkter Sonneneinstrahlung Acht geben. Besser ist meist diffuses Licht im Schatten, welches durch Reflektoren noch in die richtige Richtung gelenkt werden kann. Ob draußen oder im Haus mit sogenanntem Fensterlicht: mit natürlichem Licht leuchten Sie Ihre Blog-Motive wunderbar aus. Falls die Fotos einmal nicht bei Tageslicht entstehen können, gibt es jedoch auch einige Alternativen, die ebenfalls professionell aussehende Fotos entstehen lassen können. Softboxen (auch Lichtwannen genannt) sind Flächenleuchten, die Motive gleichmäßig ausleuchten, indem sie diffuses Tageslicht imitieren. Für kleinere Gegenstände eignen sich vielleicht aber eher Lichtwürfel, die wie ein kleines, helles Licht-Zelt aussehen, in das man das zu fotografierende Teil positioniert und so ein von allen Seiten perfekt ausgeleuchtetes Ergebnis erzielt.

Hintergrund und Perspektive:

In so einem Lichtwürfel, der rundum weiß ist, stößt man selten auf das Problem, dass der Hintergrund zu unruhig ist und so von dem eigentlichen Motiv ablenkt. Bei der Variante, die mit Tageslicht arbeitet, kann es hingegen häufiger dazu kommen, sodass es einige kleine Dinge zu beachten gilt. Wenn Sie Fotos für Ihren Blog benötigen, die eine bestimmte Sache in den Vordergrund rücken sollen (Schmuck, Essen, Kleidung usw.), empfiehlt es sich, eine gleichmäßige Fläche als Hintergrund auszuwählen. Das gleichmäßigste Resultat erhalten Sie mit sogenannten Hohlkehlen-Hintergründen. Diese sind frei von Kanten, Ecken und Mustern, sofern sie eintönig sind. Für etwas kreativere Fotos können aber auch Hinter-/Untergründe verwendet werden, die etwas mehr Struktur haben. Besonders im Trend sind aktuell beispielsweise alte bzw. gebrauchte Holzplatten, auf denen Objekte zusammen mit zurückhaltenden Requisiten drapiert werden. Der Winkel, aus dem fotografiert wird, spielt für die Kreativität ebenfalls eine wichtige Rolle. Haben Sie schon einmal etwas von der Frosch- oder Vogelperspektive gehört? Manchmal lohnt es sich, Fotos aus anderen Perspektiven zu erarbeiten, als immer nur den konventionellen Blickwinkel auf Augenhöhe einzufangen. Den kennt nämlich jeder. Und Sie wollen sich ja abheben von allen anderen.

Mit diesen einfachen Tipps kommen Sie Ihrem Wunsch, dass Ihr mit Herzblut erstellter Blog auch die Beachtung bekommt, die er verdient, ein ganzes Stückchen näher. Für schöne Fotos, denen man ansieht, dass Sie sich Mühe gegeben haben und mit der Materie vertraut sind, sollten Sie sich immer etwas Zeit nehmen, damit kleine Details und das gewisse Fünkchen Liebe zur Geltung kommen. Das ist nämlich das, was Ihren Blog von anderen unterscheidet. Ihre ganz eigene Note, die Perspektive, aus der Sie Ihre Blog-Motive sehen, Ihre Persönlichkeit.

Autor: Madeline Jost / mymoments

Das könnte Sie auch interessieren

Surreale Fotografie von Ephlin Cheng
Stachelige Angelegenheit
Bewegungsunschärfe bei Langzeitbelichtung


Hinterlasse eine Antwort