Neuer Trend – Datenbrille im Tourismus

Urlaub machen 2.0 mit einer Datenbrille? So weit muss man vielleicht nicht gerade gehen, aber heutzutage ist dies dank neuster Technik sogar möglich. Sogenannte „Virtual Reality Brillen“ versprechen ein tolles visuelles Erlebnis, bei dem man beispielsweise Hotels und Kreuzfahrtschiffe virtuell schon einmal vortesten oder sich durch kleine Test-Führungen am Wunsch-Urlaubsziel anregen lassen kann. Mal was anderes, als immer nur 2D Broschüren oder Internetseiten durchzublättern. my moments hat sich diesen Trend für Sie einmal angeschaut.

 

Virtual Reality-Brillen erobern die Tourismusbranche

Virtual Reality-Brillen erobern die Tourismusbranche

Klobige Brillen, die den Träger durch virtuelle Realitäten führen, verband man bisher immer mit der Gaming-Szene, doch neuerdings interessiert sich auch die Tourismusbranche für die Wunder-Gläser. Der – nach eigener Aussage – erste Reisekonzern, der die Datenbrille von Kunden für eine Rundum-Erforschung austesten lässt, ist Thomas Cook. Am besten erlebt man den Ausflug mit der Datenbrille auf einem Drehstuhl, damit die 360 Grad-Filme flüssig und realitätsnah erlebt werden können. So kann man in zweieinhalb bis vier Minuten New York besichtigen, eine Bungalow-Suite auf Rhodos begutachten oder auf Zypern schon einmal den Ausblick vom Balkon in Augenschein nehmen.

Mit der Brille durch virtuelle Welten wandern
Es ist doch offensichtlich, dass die Vorfreude auf den Urlaub noch steigt, wenn ein Kunde ins Reisebüro kommt und sich bereits virtuell mit seinem Urlaubsort anfreunden kann. Auch das Interesse, sich noch einmal mit anderen möglichen Reisezielen auseinanderzusetzen, wird mit dieser Technologie geweckt. Bisher unentdeckte Blickwinkel offenbaren sich ebenso, wie ein reales Gefühl für den Zielort und die Umgebung. Ganz praktisch, oder?

Hotel, Kreuzfahrtschiffe (Mein Schiff) schon einmal vorkosten
Wie wäre es zum Beispiel mit einer Vorab-Führung auf dem Kreuzfahrtschiff oder durch die Hotelanlage? Wenn vorher einmal mit dem wortwörtlichen Rundumblick die passende Szenerie für den Traumurlaub gecheckt werden kann, fährt man gleich mit viel größerem Appetit in den Urlaub. Es bleibt natürlich abzuwarten, wie sich die Idee mit der Datenbrille auch bei anderen Reiseanbietern durchsetzt, welche Inhalte den Kunden tatsächlich vorgeführt werden und wo ganz bewusst keine Kamera hinschaut, aber zunächst einmal klingt das nach einer sehr guten und transparenten Idee. Der Kunde weiß schließlich einmal mehr was er bekommt.

Wie wäre es, das Kreuzfahrtschiff schon vor Urlaubsantritt virtuell zu erforschen?

Wie wäre es, das Kreuzfahrtschiff schon vor Urlaubsantritt virtuell zu erforschen?

Oder auch eine Probereise
Seit ca. eineinhalb Jahren ist die Brille in ausgewählten Thomas Cook-Reisebüros im Einsatz.
Konkret kann der urlaubswillige Kunde vier virtuelle Reisen zu je zweieinhalb bis vier Minuten unternehmen. Bei diesen Kurztrips haben sich die Entwickler etwas Besonderes einfallen lassen. Wer zum Beispiel an einer virtuellen Reise nach New York teilnimmt, wird musikalisch von einer Band, die im Central Park spielt, eingestimmt. Von da aus geht die Reise zu den Attraktionen New Yorks nämlich los, und zwar mit dem Boot, dem Helicopter und dem Cabrio-Taxi. Am Ende der eindrucksvollen Reise schließt sich der Kreis und die Band vom Anfang verabschiedet den Reiselustigen. Die Reise vereint quasi die vordergründigen Sehenswürdigkeiten mit einer ganz persönlichen Erfahrung, nämlich den musikalischen New Yorker Originalen und dem Gefühl, mittendrin und dabei zu sein.
Vergleichbare Momente erlebt der Reisebüro-Besucher bei den virtuellen Besuchen auf Rhodos und Zypern.

...oder in New York einen virtuellen Kurztrip im Central Park zu beginnen?

…oder in New York einen virtuellen Kurztrip im Central Park zu beginnen?

Doch wie entstehen diese Erlebnisse?
Wie schaffen es die Entdecker eigentlich, dieses Rundum-Erlebnis zu kreieren? Wichtig ist natürlich, dass alles, was in einem Moment passiert, gleichzeitig und aus jedem Blickwinkel aufgezeichnet wird. Deshalb werden mehrere der beliebten Action-Cams von Go-Pro verwendet und auf einer Halterung montiert, die am Ende einem Ball gleicht – einem Kameraball. Durch das gleichzeitige Aktivieren aller Kameras, wird alles, was sich rundherum um den Betrachter befindet, aufgenommen. So lässt sich mit wenig Aufwand in kurzer Zeit ein 360-Grad-Reiselust-Film erschaffen. Die oben beschriebene Reise durch New York zum Beispiel hat ein zweiköpfiges Kamerateam in nur zweieinhalb Tagen gedreht.

Und so funktioniert die Brille
In einem Plastikgehäuse mit Schaumstoff für ein angenehmes Passgefühl, verbirgt sich die neue Technologie. Scharfstellen lässt sich das Bild mit einem Drehrad auch für kurz- und weitsichtige Personen, da der Abstand der Linsen zum Auge justiert werden kann. Die eigene Brille muss vor der Verwendung der Virtual-Reality-Brille nämlich abgesetzt werden. Ganz im Sinne der Gewöhnung an Touchscreens, wie wir sie von unseren Smartphones kennen, lassen sich durch Wischen und Tippen sowie der eigenen Kopfbewegung alle wesentlichen Elemente bedienen.

In Deutschland testen aktuell drei Thomas Cook-Reisebüros diese neue Beratungstechnologie.
Vielleicht haben Sie ja Glück und ihr Reisebüro um die Ecke ist dabei. Lassen Sie uns wissen, wie ihre virtuelle Reiseerfahrung war.

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