Wiedererkennungswert – Den eigenen Fotobuch-Stil finden

Renommierte Musiker, Maler und Fotografen haben sie, diese unverwechselbare Stimme, den besonderen Strich oder den immer wiederkehrenden Filter auf ihren Bildern. Der eigene Stil macht ihre Arbeit zu etwas ganz Besonderem. Doch nicht nur bekannte Macher können mit diesem Wiedererkennungswert punkten. Schaut man etwas genauer hin, hat jeder seine ganz persönlichen Vorlieben beim Umsetzen von kreativen Ideen. Bei dem Gestalten von Fotobüchern zum Beispiel können Sie durch kleine Feinheiten richtig schöne Erinnerungen entstehen lassen, denen jeder sofort Ihre individuelle gestalterische Note ansieht.

Inhalt
Über den Inhalt lassen sich besonders eindeutige Hinweise auf den kreativen Kopf hinter dem Fotobuch transportieren. Eine persönliche Auswahl von Fotos erzählt die Geschichte, die Sie mit Ihren Augen und Ihrer Kamera eingefangen haben. Ob Familienangehörige, Ihr Lieblingsplatz, das Haustier oder selbstgekochte Leibgerichte: Mit einer persönlichen Auswahl an Fotos stoßen die Betrachter – vor allem diejenigen, die Sie kennen – schnell auf die Antwort, wer das Fotobuch entworfen hat. Doch auch mit weniger privaten Motiven können Sie durch spezielle, sich immer wiederholende Perspektiven, Motiv-Anordnungen, Farbgebungen usw. Ihrer Gestaltung einen roten Faden verleihen. Vielleicht haben Sie eine ganze Fotobuch-Serie im Sinn: Die vier Jahreszeiten, die Geburtstage der Familienmitglieder, ein 7-Tage-Kochbuch.

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Fließende, weiche Übergänge vermitteln ein Gefühl von Romantik.

Fließende, weiche Übergänge vermitteln ein Gefühl von Romantik.

Bildanordnung
Gerade für eine solche Serie ist es sinnvoll, neben den reinen Ideen-Inhalten auch über eine speziell einheitliche Form in der Bild-Anordnung nachzudenken. Wie groß sollen die Fotos sein, wie viele Fotos wollen Sie auf einer Seite platzieren, lieber im Quer- oder Hochformat? Für manche Fotobücher eignen sich große, ganzseitige Fotos, kombiniert mit Textfeldern. Andere leben durch die Fotos allein. Bei Kochbüchern empfiehlt es sich, schöne, große Aufnahmen der kulinarischen Köstlichkeiten mit Rezepten zu ergänzen. Auch bei Familien-Fotobüchern werden gern die ein oder anderen Textfelder mit kleinen Hinweisen verwendet. Naturfotos hingegen dürfen durchaus für sich selbst sprechen. Auch eine Überlegung wert: Wollen Sie im Hintergrund ein halb-transparentes Bild platzieren, das den Fotos im Vordergrund als inhaltlicher Rahmen dient? So können beispielsweise Urlaubsfotos toll präsentiert werden. Ein Foto mit Meer, Palmen und blauem Himmel im Hintergrund kann eine tolle Kulisse für Detailaufnahmen von Krebsen, Muscheln und Porträtaufnahmen dienen. Wenn es etwas romantischer sein darf, können Farbverläufe auch eine optische Trennung von Text und Bild bieten, ohne die beiden Felder zu „hart“ voneinander zu trennen. Foto und Schrift gehen fließend ineinander über und symbolisieren damit ein liebevolles Zusammengehörigkeitsgefühl.

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Ein Kochbuch mit persönlicher Note. Inhaltlich und optisch ein Hingucker mit Wiedererkennungswert.

Gestaltungselemente
Und die Gestaltung von Fotobüchern hat noch so viel mehr zu bieten. Durch die Verwendung und Anpassung von Rahmen oder Formen können weitere tolle Akzente gesetzt werden, die Ihr Fotobuch einzigartig machen. Probieren Sie ruhig ein wenig herum. Das my moments Fotobuch-Bearbeitungsprogramm bietet Ihnen zahlreiche Möglichkeiten Fotos, Texte und Hintergründe zu gestalten. Neben gängigen Einstellungen wie das Anpassen der Anzahl von Seiten und die Auswahl von Formaten, können Sie Fotos transparent erscheinen lassen, Bilder in sepia oder schwarz-weißen Farben leuchten lassen und sogar ihre Form verändern. Eingerahmt setzen sich Bilder manchmal besser vom Hintergrund ab. Verschiedene Farben oder Designvorlagen hübschen Ihr Fotobuch auf. Hören Sie in sich hinein und werden Sie ich bewusst darüber, welche Stilelemente Sie verwenden wollen, was Ihren eigenen, ganz persönlichen Stil eigentlich ausmacht.

Ein Jahrbuch lädt zum Austoben ein. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!

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Textgestaltung
Das gilt auch für die Verwendung von Textelementen. Doch Sie sollten immer berücksichtigen, dass Text kein Muss ist. Ganz im Gegenteil: Nicht immer ist das geschriebene Wort sinnvoll. Zur Konzipierung eines Fotobuchs gehört daher die Überlegung ob, und wenn ja, wie viel Text Sie einsetzen wollen. Brauchen Sie Überschriften oder Kapitel-Bezeichnungen? Bei einem Bild-Jahrbuch empfiehlt es sich beispielsweise, die Kapitel durch wiederholende Farb-Elemente kenntlich zu machen. Kapitel-Anfänge dürfen mit unterschiedlichen Text-Typen aufgepeppt werden. Initialen wirken ebenfalls gut. Auch die Frage, wie lang der eingefügte Text sein darf, damit der Seitenaufbau stimmig bleibt und das Bild nicht in den Hintergrund gedrängt wird, sollte bedacht werden. Vielleicht lohnt es sich, den Text auf einen transparenten Hintergrund zu setzen, damit vom Bild so wenig wie möglich verdeckt wird.

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Durch die dezente Schrift auf transparentem Hintergrund geht von den eindrucksvollen Fotos nichts verloren.

Interessante Variante: Transparente Hintergründe unter dem Text lassen das dahinterliegende Foto durchscheinen. Der Text ist gut lesbar.

Wirklich spannend wird es noch einmal, wenn Sie sich für eine bestimmte Typographie entscheiden. Wenn man es genau nimmt, ist jede Schriftart für sich genommen ein eigenes Bild, denn durch die unverwechselbare Form, ob mit oder ohne Serifen, geschwungen oder kantig, transportiert auch sie eine Stimmung. Überlegen Sie sich, welches Gefühl Sie mit Ihrem Fotobuch vermitteln wollen. Zu einem romantischen Anlass – zum Beispiel eine Hochzeit – passt vielleicht eher eine geschwungene, kursiv-gedruckte Schriftart als die guten, alten Arial-Druckbuchstaben. Scheuen Sie nicht davor zurück, die Schriftelemente zu verstärken oder konsequent einzusetzen. Das persönliche Ergebnis mit Wiedererkennungswert wird es Ihnen danken.

Aller Anfang ist schwer: Einen individuellen Fotobuch-Stil zu entwickeln, braucht Zeit und funktioniert nur in den seltensten Fällen auf Kommando. Versuchen Sie sich zunächst auf wenige Elemente zu konzentrieren und diese fortan immer gleich zu wählen oder mit feinen Abweichungen weiterzuentwickeln. Haben Sie also Geduld mit sich und feilen Sie von Buch zu Buch immer weiter an Ihrem Stil. Sie werden sich von Mal zu Mal mehr an Ihren neuen Kompositionen erfreuen. In diesem Sinne: Viel Spaß!

Autorin: Madeline Jost / my moments

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