Es summt, es brummt – MAKROFOTOGRAFIE

Auch wenn Teile Deutschlands gerade „Land unter“ spielen, sind wir in der schönsten Jahreszeit angelangt. Der Sommer ist da und schickt zwischendurch seine sonnigen Tage zu uns. Es summt und brummt überall, die Frösche quaken, die Enten schnattern im Teich und wer ganz genau hinschaut, kann Käferlein und Gekreuch im Gras entdecken. Zeit für ein wenig Makrofotografie!

Makrofotografie - Marienkäfer my moments

Der Marienkäfer – Ein beliebtes Makrofotografie Motiv

Sommerzeit ist Makrofotografie-Zeit. In keiner Jahreszeit lassen sich so viele Insekten, Reptilien und Pflanzen blicken, wie in den warmen Monaten. Die perfekte Gelegenheit, sich die Kamera zu schnappen und einmal ganz nah ranzugehen. Damit die Kleinen auf den Fotos groß rauskommen.

Mit einem guten Makro-Objektiv kann man wunderhübsche Blumen und Blütenblätter auf Fotos einfangen und sie in den Mittelpunkt des Geschehens rücken. Es ist erstaunlich, welche Strukturen sich zeigen, wenn man sie in ihrer vollen Pracht fotografiert. Der Vorteil bei Nahaufnahmen von Pflanzen ist natürlich, dass sie sich – wenn überhaupt – nur leicht im Wind wiegen. Bei der Makrofotografie von Pflanzen reichen der richtige Lichteinfall und eine offene Blende für ein scharfes Motiv und einen unscharfen Hintergrund meist schon aus, um ein klasse Foto zu erzeugen.

Makroobjektive my moments

Bei der Wahl des richtigen Makro Objektivs lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen.

Anders geht es bei der Insektenfotografie zu. Bienen, Libellen und Schmetterlinge sind immer auf dem „Sprung“. Kaum haben sie sich auf einer Pflanze niedergelassen, fliegen sie auch schon wieder los, immer auf der Suche nach der nächsten Futterquelle. Hier braucht der Fotograf in erster Linie Geduld, wenn er ein schönes Foto haben möchte. Es lohnt sich zu warten, bis der Falter seine Flügel aufgeschlagen hat und einen Moment verharrt. So entstehen farbenfrohe Fotos, die man sich hinterher gern anschaut. Bei ganz quirligen Insekten sollte die Verschlusszeit lieber etwas kürzer eingestellt werden, sodass keine ungewollten Unschärfen am Motiv entstehen. Dann noch die ISO und Blende anpassen, damit das Foto nicht zu dunkel wird.

Eine große Schwierigkeit, die bei der Makrofotografie auftritt, ist das richtige Einschätzen der Fluchttoleranz der Tiere. Hier sind eine gute Beobachtungsgabe und ein gutes Gespür für das Verhalten des kleinen Fotomotivs gefragt. Mit viel Geduld und Ausdauer ausgerüstet, gelingt dem Fotografen aber irgendwann „das“ Bild. Bei einem gelungen Foto kommen faszinierende Details zum Vorschein und das im Alltag so leidige Insekt bekommt in der Makrofotografie auf einmal ein Gesicht.

Wespe - Makrofotografie my moments

Wenn das Motiv für das normale Auge fast schon zu klein ist – Die Makrofotografie gibt Bienen und Wespen ein Gesicht. Hübsche Tierchen, oder?

Viele Hersteller werben mit sogenannten Makro-Objektiven. Doch es ist nicht immer das drin, was draufsteht. Beim Kauf eines solchen Objektives ist dem Interessenten ans Herz gelegt, auf den passenden Abbildungsmaßstab zu achten. Wenn das Objektiv die Kennzeichnung 1:1 oder 1:2 aufweist, liegt man definitiv richtig. Auch das Arbeiten mit Stativ ist für glasklare, detaillierte und scharfe Bilder unabdingbar. Benutzt man ein Stativ, lässt sich eben auch besser mit der Belichtungszeit spielen, ohne dass man sich über verwackelte Fotos ärgern muss.

Es ist und bleibt faszinierend, mit der Makrofotografie ganz nah dran zu sein und tief einzutauchen in Motive, die die Natur uns bietet. Es entstehen nicht nur beeindruckende Fotos. Auch der Sinn für das Detail im Motiv wird geschärft. Positive Begleiterscheinung: Man lernt Geduld und Freude an den kleinen Dingen.

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