„Grabe, wo du stehst“

 „Ich bin z.Z. sehr mit meiner Vergangenheit beschäftigt. Denn die leidige Corona-Zeit bringt es mit sich, dass man viel aufräumt und sichtet. Die ganzen geerbten Fotoalben meiner Familie und die meiner Schwiegereltern können einen schon manchmal um den Verstand bringen.“

Dies schrieb uns vor einigen Wochen Hans-Ole K. aus Bienenbüttel, einer der vielen treuen my moments Kunden. Hans-Ole K. sortierte und sichtete nicht nur die Bilder, die er und sein Vater in den 1940er bis 1960 in dem Stadtteil in Hamburg aufnahm, in dem er groß geworden ist, sondern fügte Dokumente aus seiner Schulzeit hinzu. Diese wertvollen, lokalen Zeugnisse verwendet Hans-Ole K. für sein persönliches Chronik-Buch. Und: Er übergab Fotos und Scans an die Geschichtswerkstatt Forum Kollau, dem Verein für die Geschichte, die auch den Stadtteil seiner Kindheit abdeckt.

Geschichtswerkstätten

In seiner Mail an uns regte Hans-O. K. an, statt oder ergänzend zu einer persönlichen Chronik auch Fotobücher zu erstellen, die einen regional geschichtlichen Bezug zur eigenen Kindheit oder Jugend herstellen. Bücher über „Orte der Erinnerung“ oder „Orte und Ihre Geschichte“, wie er sie nannte. Die Kontakte zu Geschichtswerkstätten spielen bei diesem Gedanken eine ganz besondere Rolle. Diese Vereine konzentrieren sich auf die Geschichte ihrer Region und verbinden diese geschichtlichen Ereignisse mit der Gegenwart. In eigenen Recherchen haben wir aus vielen zufällig gewählten Orten in fast allen Fällen eine solche Institution gefunden. Die Verbreitung von Geschichtswerkstätten ist also enorm. Und Sie verfügen über einen sehr großen Fundus an authentischen Geschichten und Dokumenten. Für jeden, der sich für die Vergangenheit seiner Kindheit interessiert, also eine sehr wertvolle Quelle. 

Potenzial nutzen – Bilder und Geschichten austauschen

Vor ein paar Tagen erschien im Hanauer Anzeiger ein Artikel über eine Initiative, in der der Fotograf Markus Ditzel über Facebook regional dazu aufrief, mit ihm zusammen Bildmaterial und Erinnerungen anlässlich des 50 jährigen Jubiläums der Gemeinde Schöneck zu sammeln. Die Gemeinde, in der er aufgewachsen ist. Er gründete die Facebook-Gruppe „Schöneck in Bildern“, die in diesem Artikel mit schon 489 Mitgliedern erwähnt wird. Herausgekommen ist ein 50 Seiten starkes Fotobuch mit Bildern und Texten die thematisch zusammengefasst wurden und das auch ein Grußwort von Bürgermeisterin Conny Rück beinhaltet. Die Erstauflage umfasst 500 Exemplare und die Druckkosten sowie Verkaufserlöse übernimmt die Gemeinde.  

Die Zusammenarbeit mit Geschichtswerkstätten oder gleichgesinnt geschichtlich Interessierten aus dem Umfeld der eigenen Kindheit verspricht tolle und überaus interessante Möglichkeiten. So lassen sich Bilder und Geschichten aus verschiedene Quellen zusammentragen und miteinander austauschen. 

my moments unterstützt Ihr Fotobuch „Orte und ihre Geschichte“

Zurzeit sind viele Menschen damit beschäftigt, die eigene Familiengeschichte zu dokumentieren. Die durch die gesellschaftlichen (und bedauerlichen) Einschränkungen gewonnene Zeit bietet jetzt wohl die passende Gelegenheit dafür. Die Kontaktaufnahme zu Geschichtswerkstätten oder zu gleichgesinnten geschichtlich Interessierten bietet eine tolle Quelle, sein eigenes Chronik-Werk zu vervollständigen und darüber hinaus Gemeinden und Geschichtswerkstätten durch eigenes Material zu unterstützen. Und my moments unterstützt seine Kunden in solchen Projekten, indem ein zweites gedrucktes Exemplar, das für Gemeinden, Heimatmuseen oder Geschichtswerkstätten zusätzlich zum eigenen Buch erstellt wird, mit 50% bezuschusst wird. Außerdem stellt my moments kostenlos e-books des Exemplars für diese Einrichtungen zur Verfügung, die vom Buchautor selbst natürlich auch kostenlos genutzt werden können. Sollte Interesse für eine höhere Auflage bestehen, wird auf Seiten von my moments der Bleistift gespitzt, um bestmöglich minimale Buchpreise zu kalkulieren. Mailen Sie uns einfach.

In ihrer Antwort an Hans-Ole K. formulierte die Geschichtswerkstatt Forum Kollau Ihren Dank u.a. mit den Worten: „Zu schade, dass Sie relativ weit weg wohnen. Wir haben ja auch Ideen für unsere ehemaligen Dörfer und ihre durchaus spannende Entwicklung seit Kriegsende und suchen nach Menschen wie Ihnen: Mit Gedächtnis und Gefühl für Orte und ihre Geschichte, die ja immer die Geschichte ihrer Menschen ist. „Grabe wo Du stehst“ ist so ein Satz, den ich dazu immer im Hinterkopf habe.“ 

Bilder 2,3 und 4 in diesem Artikel zur Verfügung gestellt von Hans-Ole K. / Auszüge aus dem Fotobuch

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